Berichte Flüchtlingshilfe


Vorstellung der Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingshilfe

Ich bin Michela Elias, ich bin im März 2015 aus Syrien aus Damaskus nach Deutschland geflüchtet und habe momentan einen Aufenthaltstitel für 3 Jahre und eine Arbeitserlaubnis. Inzwischen habe ich einen Sprachkurs absolviert und Deutschkenntnisse auf dem Level B1 erworben. Neben meiner Muttersprache Aramäisch und Arabisch verfüge ich auch über gute Englischkenntnisse.

In Syrien habe ich bereits in verschiedenen Arbeitsgebieten Berufserfahrung sammeln können. So habe ich 10 Jahre lang in mehreren Unternehmen als Buchhalterin gearbeitet und habe anschließend 2008 vier Jahre lang das Fach Buchhaltung studiert, konnte es jedoch aufgrund des Kriegs in Syrien nicht beenden. In Damaskus habe ich in den Jahren 2002 bis 2006 Informatik sowie Statistik studiert und abgeschlossen.

In meinem beruflichen Werdegang war ich ebenso an der Börse als Brokerin tätig und habe als Bankkauffrau in Syrien meine Berufserfahrungen vertiefen können.

Ich freue mich darauf, mit vielen Menschen zu arbeiten und viele Leute kennenzulernen.

Mein Name ist Mathis Lührs und ich bin seit einigen Wochen im Godesberger Fussballverein als Trainer für viele Jugendliche tätig. Dabei kümmere ich mich besonders um unsere A Jugend, die im Moment aus einer Gruppe von Flüchtlingen aus dem arabischen und afrikansischen Raum besteht.

Auch wenn die Kommunikation manchmal etwas schwer fällt, so macht die Arbeit doch viel Freude. Die Flüchtlinge sind alle sehr nett. Außerdem werden als Trainer verschiedene Fähigkeiten wie Übersicht, Kreativität udn Führungskraft gefordert, welche im Gegensatz zum Schulalltag eine willkommene Abwechslung bieten.

Darüber hinaus lerne ich viele neue, sehr engagierte Menschen kennen, die auch als Trainer arbeiten. So zum Beispiel Herr Ebeling, der mich in das "Trainerleben" schnell einführen und für einen guten Start sorgen konnte.

Ich freue mich auf das kommende Jahre sehr und würde diese Entscheidung, einen Bundesfreiwilligendienst anzutreten, definitiv weiter empfehlen.


Projekt "Keine Angst vor Deutsch - für geflüchtete Mütter mit ihren Kindern"

Seit Januar 2017 werden in den Räumen der OGS Paul-Klee-Schule im dritten Semester geflüchtete Mütter aus Bad Godesberg mit ihren Kindern sprachlich gefördert. In vier Kursen werden von montags bis Freitag Vormittags ca. 40 Frauen im Rahmen von Deutschkursen vom Haus der Familie der Thomas-Kirchengemeinde unterrichtet.

 

Parallel bietet die Ev. Erlöser-Kirchengemeinde eine Kinderbetreuung und das Haus der Familie und Känguru e.V. frühkindliche Sprachförderungsgruppen für die Kinder der Kursteilnehmerinnen an. Ehrenamtliche unterstützen insbesondere die Kinderbetreuung.

 

Ein großer Teil der geflüchteten Familien in Bonn lebt in Bad Godesberg. 700 Menschen befinden sich in städtischer Unterbringung (Stand Mai 2017) in Bad Godesberg. In etwa die gleiche Anzahl lebt bereits in privat angemieteten Wohnungen oder bei Freunden oder Verwandten. Darunter auch eine hohe Anzahl motivierter Mütter mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren. Kindergartenplätze und Integrationskurse in Bad Godesberg sind rar. Mit dem Projekt der ev. Flüchtlingshilfe "Keine Angst vor Deutsch" möchten wir Mütter mit ihren Kindern auf den Einstieg in einen  Integrationskurs und/oder in die Kindertageseinrichtung sprachlich vorbereiten.

Die Kursleitungen und ehrenamtlichen Unterstützerinnen machen Kinder und Mütter für verschiedene Alltagssituationen fit, in denen Grundkenntnisse der deutschen Sprache gefordert sind (Schule, Kindergarten, Einkauf, Behörden, Ärzte etc.).


Ehrenamtliche Formularhilfe - ein Steckbrief

Wer ist aktiv?

Ein Team aus sechs bis acht Ehrenamtlichen unterstützt Geflüchtete und arbeitet dabei mit Flüchtlings- und Sozialberatungsstellen Hand in Hand. Im Rahmen offener Angebote dienstags und mittwochs nutzen Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund die Formularhilfe als offene Anlaufstelle, um Ordnung in ihre wichtigen Dokumente zu bekommen, Formulare auszufüllen, Briefe zu schreiben und Telefonate zu erledigen.

 

Für wen engagieren wir uns?

Wir engagieren uns für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund, die in Bad Godesberg ein neues Zuhause gefunden haben. Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse und ohne Lebenserfahrung mit der deutschen Bürokratie sind oft verunsichert, wenn sie wichtige Formulare ausfüllen sollen. Wir engagieren uns für Menschen, die verstehen wollen, was in ihren wichtigen Dokumenten drinsteht und was sie zu tun haben. Die Klienten sollten gewillt sein einen Ordner anzulegen, um ihre wichtigen Dokumente zu organisieren.

 

Was machen wir?

Menschen werden unterstützt bei der Organisation ihrer Dokumente, beim Ausfüllen von Formularen, Schreiben von Briefen und bei der Erledigung von wichtigen Telefonaten. Die Formularhelfer geben einen Ordner heraus und legen diesen persönlichen Ordner gemeinsam mit den Klienten an. All die Unterstützung geschieht mit dem Ziel, die Integration von Menschen strukturell zu unterstützen und sie zum eigenständigen Handeln in einer Bürokratie anzuregen.

 

Wo sind wir und wie sind wir am besten zu erreichen?

Dienstags von 14.00 - 16.00 Uhr

Mittwochs von 17.00 - 19.00 Uhr

Zanderstr. 22, Wohnung Nr. 3 (EG), 53177 Bonn


Sprachbegleiter gesucht!

Ein großes Anliegen Geflüchteter ist die Kontaktmöglichkeit und Vernetzung mit Deutsch-Muttersprachlern. Die meisten Flüchtlinge sind bereits gut in Sprachkursen untergekommen und auf dem Weg solide Grundkenntnisse der Deutschen Sprache zu erwerben. Außerhalb der Sprachkurse sprechen die Teilnehmer jedoch ihre Muttersprache und halten sich im Kreise ihrer Familien auf. Die Schüler wissen, dass sie Erlerntes im Alltag üben müssen. Oft fehlt ihnen der Mut und die Kontaktmöglichkeit dazu. Im Rahmen von Konversations- und Vernetzungsmöglichkeiten versucht die ev. Flüchtlingshilfe auf diesen Bedarf zu reagieren.

 

"Sprachbegleitung" findet so auf verschiedenen Ebenen statt.  Zum einen in Anbindung an einen bestehenden Kurs, der sich einmal pro Woche gemeinsam mit Lehrer und Sprachbegleiter als reines Konversationsangebot darstellt. Zum anderen kann eine Sprachbegleitung in einem individuell verhandelten Zeitfenster einmal pro Woche stattfinden.

 

Die ev. Flüchtlingshilfe sucht dringend nach mehr "Sprachbegleitern", die offen, neugierig und fließend in Deutsch sind und ein kleines Zeitfenster unter der Woche einrichten möchten, um einfache Dinge mit Schülerinnen und Schülern zu führen.


Begegnungscafé Riemenschneiderstraße

Das ehemalige Studentenwohnheim in der Riemenschneiderstraße wird seit ca. einem Jahr von Geflüchteten bewohnt. In Kooperation mit der Stadt Bonn haben ehrenamtliche Unterstützer der Flüchtlingshilfe Friesdorf den ehemaligen Partykeller der Studenten in Schuß gebracht, der Bewohnern, Ehrenamtlichen, Haus der Familie und Jugendamt als Raum der Begegnung dient. Neben einem freizeitpädagogischen Angebot und einer Spielgruppe für Eltern mit ihren Kindern finden dort ehrenamtliche Angebote statt, wie beispielsweise jeden Freitagnachmittag ein "Spielen und Sprechen" für Eltern mit ihren Kindern und jeden letzten Montag im Monat ein Begegnungscafé.

 

Das Begegnungscafé dient als Begegnungsstätte für Ehrenamtliche und Bewohner, um einfache Gespräche in Deutsch aufzubauen und Menschen zusammenzuführen. Die Organisatorinnen und Teilnehmer sorgen für ein Buffet und bieten Tische für vielfältige Interessen an. So gibt es z.B. einen Tisch für Erwachsene, die gerne Gesellschaftsspiele mögen, einen Tisch für Kinder, die gerne malen und basteln, einen Tisch für Bewohner und Unterstützer, die helfen Lebensläufe zu schreiben und einen Tisch für Unterstützer und Bewohner, die miteinander in Kontakt gebracht werden, um im Unterricht Erlerntes in Dialogen zu festigen.

Niedrigschwellige Frauenkurse der Ev. Flüchtlingshilfe Bad Godesberg

Wer ist aktiv?

An den Kursen nehmen ausschließlich Frauen mit Migrationshintergrund teil, auch die Kursleitungen sind Frauen. Dank der Unterstützung vom Haus der Familie und Känguruh e.V. konnten Spielgruppen für kleine Kinder, parallel zu den Kursen angeboten werden.

 

Für wen engagieren wir uns?

Wir engagieren uns für im Stadtbezirk lebende zugewanderte Frauen. Die Kurse sprechen insbesondere Frauen an, die bislang mit der kommunalen Integrationsförderung schwer zu erreichen sind. Dazu zählen geflüchtete Frauen, Frauen ohne abgeschlossene Berufs- oder Schulausbildung in Deutschland, insbesondere auch lernungewohnte Frauen.

Die Kursinhalte orientieren sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Frauen und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Die Kursleiterinnen haben eine eigene Einwanderungsgeschichte.

 

Was machen wir?

Niederschwellig heißt, dass die Teilnahme nicht an Vorbedingungen, wie  z.B. ein bestimmtes Sprachniveau geknüpft ist, die Unterstützung sich möglichst flexibel an den Bedürfnissen der Frauen orientiert und an vertrauten Orten angeboten wird.

Die Kurse nehmen eine Brückenfunktion wahr. Sie ebnen den Weg in die weitere Integrationsförderung, u. a. zu den Migrationsberatungsstellen. Sie machen die Teilnehmerinnen mit lokalen Angeboten vertraut, wie z.B. Sportvereinen, Frauen-, Mütter- oder Quartierstreffs.


Verleihung des Marie-Kahle-Preises

Am Samstag, dem 17.02.2018, wurde im Haus der Geschichte der Marie-Kahle-Preis durch den evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel, den evangelischen Kirchenkreis Bonn, der evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn und das Diakonische Werk Bonn und Region verliehen.

 

Das sind die Preisträger....


Es war liebevoll weihnachtlich gedeckt und es herrschte freudige Stimmung bei den Ehrenamtlern und den geflüchteten Familien im Axenfeldhaus und im alten Gemeindesaal. Kantor Frommelt begleitete die Adventsfeier des Café Contact, die von Frau Schauhoff, Frau George und dem Ehrenamtsteam organisiert worden war. Unter dem Weihnachtsbaum lagen Pakete, schön bunt, vom Kindergarten gepackt; doch erst musste nach alter Art gesungen werden, Worte aus dem Lukasevangelium wurden gelesen und Worte der Engel an Maryam, der Mutter Isas, aus dem Koran wurden gesprochen, singend gesprochen.

 

Dem "Stern über Betlehem" konnten alle Kinder auf der Leinwand folgen, auch wenn sie vielleicht das Deutsch der Weihnachtsgeschichte noch nicht verstanden. Hirten, Weise, der kleine Stall mit dem Jesuskind - wir freuten uns alle an dem Wunder und sangen "Ehre sei Gott in der Höhe", dank Herrn Frommelt mit kräftigem Klang.

Renate Schmidt-Petri


Brückenbauer

 

"Fastenbrechen im Axenfeldhaus" - ein neues Miteinander des Café Contact - wir konntes es zum Ende des diesjährigen Ramadans erleben!

Nur eine Mahlzeit am Tag nach Sonnenuntergang, so hatte es der Prophet gewollt, kein Getränk trotz großer Wärme, das Unterlassen von schlechten Dingen, eigentlich wissen wir es ja, aber was heißt es, wenn diese harte Zeit zu Ende ist? Wir konnten es erleben!

 

Unser Raum war festlich gedeckt, reich mit Blumen geschmückt, Getränke und üppige Platten daneben angerichtet. Begeisterte Köchinnen hatten Köstliches bereitet: Gemüseplatten, Salate, Fleisch, Teigtaschen - einiges sehr rot, sehr grün, sehr scharf, sehr süß; kein Vergleich zu dem, was wir vomm Team Café Contact dazu gestellt hatten!

 

Wir lernten, dass man mit Datteln und Wasser beginnt und dass nach munterem Essen an langen Tischen ein Gebet den Abend beschließt. Dann folgen an drei Tagen Verwandtenbesuche; zuerst werden die älteren, dann die jüngeren und zum Schluss die Verwandten besucht, die man bisher nicht angetroffen hatte; so wurde uns berichtet. Das Miteinander mit vertrauten, zu Freunden gewordenen Flüchtlingen aus den verschiedenen Landesteilen Syriens, aus dem Irak, aus versprengten Kurdengebieten machte den langen Abend, an dem auch die Kinder teilnahmen, zu einem beglückenden Erlebnis.

Renate Schmidt-Petri 


Zanderstraße 22,3 - Ein Treffpunkt für Geflüchtete und Ehrenamtliche in Godesberg

Die Zanderstr. 22, Whg. Nr. 3 dient seit November 2016 als Ankommenstreffpunkt für Geflüchtete in Pennenfeld, der durch ehrenamtliche Angebote nach und nach zum Leben erweckt wird. Hausaufgabenbetreuung, Formularhilfe, Näh- und Kosmetiktreffs, verschiedene Konversationsangebote finden hier einen Ort in unmittelbarer Nachbarschaft. Ganz neu ist ein Mädchentreff, den unsere Bundesfreiwillige Rima Almasri organisiert.

 

Wir möchten am Samstag, 15.07.2017, ein Sommerfest in der Zanderstraße 22,3 gestalten für alle Ehrenamtlichen, Anbieter und Nachbarn, und im Besonderen Geflüchteten, die seit einiger Zeit in der Zanderstraße aktiv sind oder ganz in der Nähe wohnen. Damit möchten wir gerne feiern, dass es bereits tolle Engagierte in der Zanderstraße und darum herum gibt, sowie bemühte, fleißige und auch Geflüchtete, die von den Angeboten auf vielfältige Weise profitieren.

 

Wir möchten damit die Gelegenheit eröffnen, dass sich die Anbieter untereinander kennenlernen und gegenseitig austauschen. Außerdem wollen wir Geflüchtete aus der Nachbarschaft einladen und ihnen die Angebote bekannt machen.

 

Jedes Angebot hat die Möglichkeit, sich an dem Nachmittag nochmal darzustellen. Wir wollen einen bunten Nachmittag zaubern mit viel leckeren Speisen aus aller Welt, Musik und Attraktionen für Groß und Klein! Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt. Jeder bringt Fleisch/oder Leckereien mit.


Zirkusspektakel aus Nicaragua für Jung und Alt

Montag, 31.07.2017

17 Uhr, Hist. Gemeindesaal

 

Jedes Jahr reisen vier Künstler der Artistengruppe Granada in Nicaragua durch Europa und begeistern ihr Publikum mit Pantomime, Clownerie, Artistik und Comedy.

 

Auch in diesem Jahr machen sie wieder Halt in Bonn und freuen sich, die Gäste der Offenen Contact Cafés in Bad Godesberg und Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe mit Familie in die Magie des Zirkus zu entführen!

 

Eintritt frei (Spenden kommen der Zirkusschule in Nicaragua zugute).


Vernetzungstreffen "Sprachförderung"

Am 18. März trafen sich 20 Lehrerinnen und Lehrer sowie Sprachbegleiter in der Ev. Johannes-Kirchengemeinde, die ehren- oder hauptamtlich Geflüchteten auf vielfältige Weise Zugang zur Deutschen Sprache ermöglichen.Jessica Hübner-Fekiri führte gemeinsam mit Lehrerfortbildnerin Ursula Jünger durch den Vormittag.

 

Neben Austauschmöglichkeiten über bestehende Angebote, sowie über positive wie negative Erfahrungen, stand ein Input zu "Methoden spielerischer Sprachförderung" sowie derein beispielhafte Erprobung und Möglichkeiten zukünftiger Unterstützung  der Lehrer und Sprachbegleiter auf der Tagesordnung. Daraus hervor gingen zahlreiche Steckbriefe der Lehrer zu Vernetzungszwecken, der Wunsch nach einer "Phonetik-Fortbildung" sowie Materialwünsche zur Erleichterung des Unterrichts.


Neuer Treffpunkt für Geflüchtete und Helfer in Pennenfeld

Der Sozialraum Zanderstraße 22 wurde kostenlos von der Stadt Bonn zur Nutzung der Flüchtlingsarbeit in Pennenfeld zur Verfügung gestellt. Mit vereinten Kräften wurde renoviert!

 

Die Nutzung dient ausschließlich sozialen Zwecken, Vorrang haben Angebote der Sprachvermittlung, der Anleitung zu einfachen praktischen Tätigkeiten, der Förderung der Kommunikationsfähigkeit und der sozialen Betreuung. Ehrenamtliche bieten dort Deutschförderung und Konversation für geflüchtete Erwachsene, Hausaufgabenbetreuung für Schüler mit Fluchthintergrund, Näh- und Kosmetiktreffs für geflüchtete Frauen und eine Sprechstunde zur Formularhilfe an. Der Känguru-Verein für Frühkindliche Bildung führt ein Sprachförderangebot für Mütter mit ihren Kindern durch. Alle Angebote sind offen für Flüchtlinge und stellen einen zentralen Ort für nachbarschaftliche  Begegnung und Begleitung bei der Integration im Stadtteil dar.

 

Wir freuen uns, wenn Sie Bekannte, Flüchtlinge und Nachbarn aus Pennenfeld, von denen Sie wissen, dass sie wissen, dass sie nach  entsprechenden Angeboten suchen, auf folgende Intiativen aufmerksam machen:

 

Ort: Zanderstr. 22, Wohnung Nr. 3 (ZANDER 22-3)

 

Hausaufgabenhilfe für Schüler/innen mit Fluchthintergrund:

jeden Montag und Donnerstag 15-17 Uhr

 

Konversation mit Rita:

jeden Montag 18-20 Uhr

 

Sozialberatung der Stadt Bonn:

jeden Dienstag 13 Uhr

 

Ehrenamtliche Formularhilfe für Geflüchtete:

jeden Dienstag 15-18 Uhr

 

Sprachförderangebot für geflüchtete Mütter und Kinder:

jeden Mittwoch 9.30 - 10.30 Uhr

 

Kosmetikkurs für geflüchtete Frauen:

jeden Mittwoch 15-17 Uhr

 

Ehrenamtlicher Deutschkurs für geflüchtete Frauen:

jeden Mittwoch 17-18.30 Uhr

 

Nähtreff für geflüchtete Frauen:

jeden Donnerstag 10-12 Uhr

 


Wohnungen gesucht

Viele von Ihnen kennen die Familie Wanli aus Syrien, die seit März 2015 in der Habsburgerstraße wohnt. Seit einiger Zeit sucht die Familie eine Wohnung, die groß genug ist für 6 Personen und wo sie auch auf Dauer wohnen bleiben können.

 

Für unsere Gemeinde ist diese Familie ein fester Bestandteil im Alltag geworden, ohne den die Integration der später hinzugekommenen Flüchtlinge niemals so gut funktionieren würde.

 

Das Problem, eine geeignete Wohnung zu finden, haben inzwischen alle Flüchtlingsfamilien. Vielleicht gibt es in unserer Gemeinde Zimmer, Wohnungen oder Häuser, die Einzelnen, Ehepaaren oder Familien zur Miete angeboten werden können. Anfragen und Angebote dazu gerne an Jessica Hübner-Fekiri, Tel: 362 907 oder Mail: fluechtlingshilfe@evangelisches-godesberg.de.


Mitmachen: Flüchtlingshilfe

Um Mütter und Familien bei der Integration in die Nachbarschaft zu unterstützen, sucht das evangelische Flüchtlingsbüro freiwillige Helfer, die sich ein bis zwei Mal die Woche für jeweils 1-2 Stunden für folgende Punkte einbringen möchten:

  • Kinderbetreuung (Basteln, Lesen, Spielen, etc.)
  • Sprach(kurs)begleiter (ergänzend zu den Sprachkursen)
  • Alltagsbegleiter (z.B. Hilfe bei Formularen, Anmeldungen, etc.)
  • Reparaturarbeiten (Computer, Fahrräder und mehr)
  • Übersetzer (Arabisch, Kurdisch)

Wenn Sie Interesse, Lust und ein wenig Zeit haben, melden Sie sich bitte bei der Flüchtlingskoordinatorin, Frau Jessica Hübner-Fekiri, unter Tel: 0228-36 29 07 oder 0174-840 91 91 oder per Mail: fluechtlingshilfe@evangelisches-godesberg.de.

 


Einführungsgottesdienst von Jessica Hübner-Fekiri

Mit einem fröhlichen Gottesdienst wurde Jessica Hübner-Fekiri am 10. September 2016 eingeführt.

Mitgefeiert haben nicht nur die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Contact Cafés unserer vier Gemeinden, sondern auch die von uns betreuten Flüchtlinge.

Neue gemeinsame Aus- und Fortbildungsreihe der Flüchtlingshilfe Bad Godesberg


Ein Jahr evangelische Flüchtlingshilfe Bad Godesberg

Im März 2016 nahm die hauptamtliche Flüchtlings-koordinatorin Jessica Hübner-Fekiri ihre Arbeit für Bad Godesberg auf. Gemeinsam mit der Bundesfreiwilligen-dienstlerin Hamida Simo, deren Einsatzstelle mit Flüchtlingsbezug dem Haus der Familie zugeordnet ist, bezog sie am 01.03.2016 ihr Büro im Axenfeldhaus.

 

Mit einem fröhlichen Gottesdienst wurde Jessica Hübner-Fekiri am 10.09.2016 eingeführt. Mitgefeiert haben nicht nur die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Contact Cafés unserer vier Gemeinden, sondern auch die von uns betreuten Flüchtlinge. Dass sich immer noch viele Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe engagieren, wird auch deutlich durch regelmäßige Angebote in den Bereichen Begegnung und Sprachförderung und die Betreuung einzelner Familien.

 

Neben den Contact Cafés der ev. Kirchengemeinden werden auch weitere Standtorte der ev. Flüchtlingshilfe betreut, wie beispielsweise die Unterkunft der Riemenschneiderstraße, die Sozialwohnung in der Zanderstraße 22/3 und Deutschkuse für Mütter mit ihren Kindern in der OGS Paul-Klee-Schule.

 

Die Einsatzbereiche von Frau Simo umfassten neben der Einzelfallhilfe für neuangekommene Familien (Begleitung und Übersetzung) insbesondere den Aufbau und die Mitorganisation der gemeindlichen Café Contacts. Hier war ihrer Rolle als Brückenbauerin zwischen Geflüchteten und Helferinnen und Helfern unübersehbar und unerlässlich. Nach einem Jahr bleibt Frau Simo dem Café Contact der Thomas-Kirchengemeinde jeden Samstag um 11 Uhr als Kursleitung treu. Wir freuen uns und danken Frau Simo sehr für ihre tolle Unterstützung!

 

Hier stellen sich nun die neuen Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug, Abdulraheem Albarazi, Rima Almasri und Aras Kholo vor....


Oma Helga kommt

Mittlerweile ist es ein Ritual geworden: Wenn ich „meine“ Flüchtlingsfamilie besuche, klingle ich zur verabredeten Zeit an der Haustür. Sie öffnet sich und über der Treppe stehen unter der offenen Wohnungstür zwei kleine Mädchen mit ausgebreiteten Armen und rufen „Oma Helga kommt!“. Hinter ihnen steht ihr kleiner Bruder, der mich anlächelt, sich aber noch am Rock der Mutter festhält. Erst wenn ich in der Küche die mitgebrachten Süßigkeiten auspacke, geht er auf mich zu, um wie seine Schwestern umarmt zu werden.

 

Seit November 2015 betreue ich eine tschetschenische Familie. Bei den ersten Treffen freiwilliger Helfer der Erlöser-Kirchengemeinde wurde nach russischen Sprachkenntnissen gefragt. Mutig nahm ich die Herausforderung an und habe inzwischen durch die Praxis dazugelernt.

 

Wie sollte ich diese Beziehung anfangen? Beim ersten Besuch erzählte ich von meiner eigenen Familie, von Kindern und Enkeln. Da ich die beiden Mädchen, die scheue Shenya* und die lebhafte Sascha* gleich ins Herz schloss, gewann ich auch das Vertrauen der Mutter. Jara* ist offen, herzlich und tüchtig. Ihr Mann ist krank, sie trägt die Verantwortung für Familie und Haushalt und muss hier zurechtkommen. Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, ihr bei Kontakten zu Behörden, Ärzten und Schulen zu helfen und sie zu begleiten. Shenya geht zur Schule, spricht gerne Deutsch und freut sich, dass sie Freundinnen gefunden hat. Bei der Suche nach einem Kindergartenplatz für Sascha wurde ich freundlich unterstützt vom Familienbüro der Stadt Bonn. Zu vereinbarten Besuchen in verschiedenen Kindergärten begleitete ich Jara und half bei den Anmeldeformalitäten. Nach einiger Zeit waren wir erfolgreich. Sascha ist überglücklich in ihrem Kindergarten und plappert jetzt ununterbrochen auf Deutsch.

 

Weil der Tisch in der Wohnküche für die Kleinen zu hoch war, fragte ich im Freundeskreis nach Kindermöbeln. Ich bekam nicht nur ein frisch gestrichenes Tischchen mit zwei Stühlchen, sondern Spielzeug, Kinderbücher und Malkästen. Die Freude war groß.

 

Jara hatte von der „Bonner Tafel“ gehört und bat mich, sie dorthin zu begleiten. Ich erkundigte mich übers Internet und bat um einen Vorstellungstermin. An einem kalten Vormittag fuhren wir mit dem Bus in den Bonner Norden zur „Tafel“. Vor dem Gebäude wartete bereits eine große, bunte Anzahl Flüchtlingsfamilien. Einige amtliche Damen und Herren bemühten sich energisch, Ordnung in die manchmal ungeduldige Menge zu bringen. Jara erhielt die Nr. 32 in der Warteschlange für die Anmeldung. So blieb genug Zeit, um sich mit einigen Familien zu unterhalten. Gestaunt habe ich über 8-10-jährige Jungen und Mädchen, die nach einem Jahr sehr gut Deutsch sprechen und stolz für ihre Eltern dolmetschen. Da die Nachfrage auf Zulassung zur „Tafel“ viel größer ist als das Angebot, muss Jara weiterhin auf den Berechtigungsschein warten.

 

Diese 12 Monate, in denen ich die Sorgen und Freuden meiner Flüchtlingsfamilie teilen konnte, waren für mich manchmal eine Herausforderung, aber immer eine gute Erfahrung und Bereicherung. Ich hoffe, noch lange der Familie mit Rat und Tat Freundin und „Oma“ zu sein.

Helga Raguss

*Namen von der Redaktion geändert


Sachspendenkammer der Riemenschneiderstraße

Alle Sachspenden an Geflüchtete werden im Zentralen Sachspendenlager Bonn (Kaiser Karl Ring 59-61) gesammelt, gesichtet, sortiert und eingelagert. Dort arbeiten viele Flüchtlinge selbst mit.

 

Von dort wird auch die Sachspendenkammer in der Riemenschneiderstraße bedient, die von Ehrenamtlichen mit viel Herz und Systematik organisiert wird. So erreichen die Sachspenden die gewünschten Empfänger, um z.B. kleine, schnell wachsende Füße mit Schuhen zu versorgen.

 

Möchten Sie gut erhaltene Dinge direkt an Geflüchtete spenden?

Zentrales Sachspendenlager Bonn

Tel: 0176-26933550

Mail: spende@sachespenden-bonn.de.


Mehr Unterstützer für die Flüchtlingsunterkunft der Riemenschneiderstraße gesucht

 Das ehemalige Studentenwohnheim in der Riemenschneiderstraße beherbergt in etwa 140 geflüchtete Menschen. Einige von ihnen finden sich im Stadttei gut zurecht und besuchen bereits Deutschkurse. Wir gehen davon aus, dass der Großteil voraussichtlich in Bonn bleiben wird. Die ev. Kirchengemeinden in Bad Godesberg koordinieren die unterkunftsbezogenen Hilfen für Geflüchtete.

 

Ein Helferkreis hat sich zusammengeschlossen, um die Menschen vor Ort mit Informationen, Spenden, Deutschförderung, Freizeit/Spiel- und Kontaktmöglichkeiten zu versorgen, damit Integration im Stadtteil gelingen kann. Einige der dort lebenden Familien freuen sich insbesondere über Begleiter, die sie fragen können, wenn sie ein für sie unverständliches Behördenschreiben bekommen haben. Viele der Bewohner suchen nach Kontakten zu Bürgerinnen und Bürgern, die ihnen Orientierung geben auf dem Weg zum Arzt, zum Sprachkursträger, zum Amt oder einfach mit Ihnen Deutsch sprechen üben.  Ein Gemeinschaftsraum, der durch die Stadt Bonn, Ehrenamtliche und Bewohner gemeinschaftlich gestaltet wurde, dient als Begegnungsraum für Bewohner und Helfer.

 

Wir suchen Personen, die sich vorstellen können, ein- bis zweimal in der Woche für jeweils 1-2 Stunden Familien in ihren alltäglichen Angelegenheiten zu unterstützen oder mit den Kindern zu spielen. Wir wünschen uns, dass sich möglichst viele Menschen bei der Koordinatorin melden, die Lust haben, Schutzsuchende wirksam zu unterstützen, neue Freunde zu gewinnen und Kulturen kennenzulernen!


Projekt Deutschförderung

Projekt Deutschförderung für geflüchtete Mütter, Frauen und Kinder

 

Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen der Ev. Erlöser-Kirchengemeinde hat das evangelische Flüchtlingsbüro in Bad Godesberg ein Projekt initiiert, das parallel zu der Deutschförderung von Müttern die Betreuung und Förderung ihrer Kinder ermöglicht, die noch keine reguläre Kindertageseinrichtung besuchen.

 

Ein Grund für die hohe Nachfrage ist das wochentägliche Angebot von 9 bis 10.30 Uhr. Dieses Angebot ermöglicht den Teilnehmerinnen "Deutsch lernen" in ihren Alltag einzubauen, Vertrauen zueinander und zu den Lehrerinnen aufzubauen, so dass eine optimale Lernsituation entsteht.

 

Das Projekt gewann mit der Aufteilung auf einen Alphabetisierungs- und zwei Anfänger mit parallelem Betreuungs- und Sprachförderungsangebot an Struktur.

 

Die professionelle und sensible Arbeitsweise aller Beteiligten, die liebevolle Einzelbetreuung der Kinder und Frauen durch Ehrenamtliche sowie die hohe Motivation und die guten Lernerfolge der Kursteilnehmerinnen machen dieses Projekt zu etwas Besonderem.

 

Wenn Sie Lust und die Möglichkeit haben, das Projekt ehrenamtlich oder mit einer Spende zu unterstützen, dann setzen Sie sich mit der Koordinatorin, Jessica Hübner-Fekiri, unter Tel. 0228-362907 oder fluechtlingshilfe@evangelisches-godesberg.de in Verbindung.

Herzlichen Dank!