Berichte Flüchtlingshilfe


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Ehrenamtliche Formularhilfe - ein Steckbrief

Wer ist aktiv?

Ein Team aus sechs bis acht Ehrenamtlichen unterstützt Geflüchtete und arbeitet dabei mit Flüchtlings- und Sozialberatungsstellen Hand in Hand. Im Rahmen offener Angebote dienstags und mittwochs nutzen Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund die Formularhilfe als offene Anlaufstelle, um Ordnung in ihre wichtigen Dokumente zu bekommen, Formulare auszufüllen, Briefe zu schreiben und Telefonate zu erledigen.

 

Für wen engagieren wir uns?

Wir engagieren uns für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund, die in Bad Godesberg ein neues Zuhause gefunden haben. Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse und ohne Lebenserfahrung mit der deutschen Bürokratie sind oft verunsichert, wenn sie wichtige Formulare ausfüllen sollen. Wir engagieren uns für Menschen, die verstehen wollen, was in ihren wichtigen Dokumenten drinsteht und was sie zu tun haben. Die Klienten sollten gewillt sein einen Ordner anzulegen, um ihre wichtigen Dokumente zu organisieren.

 

Was machen wir?

Menschen werden unterstützt bei der Organisation ihrer Dokumente, beim Ausfüllen von Formularen, Schreiben von Briefen und bei der Erledigung von wichtigen Telefonaten. Die Formularhelfer geben einen Ordner heraus und legen diesen persönlichen Ordner gemeinsam mit den Klienten an. All die Unterstützung geschieht mit dem Ziel, die Integration von Menschen strukturell zu unterstützen und sie zum eigenständigen Handeln in einer Bürokratie anzuregen.

 

Wo sind wir und wie sind wir am besten zu erreichen?

Dienstags von 14.00 - 16.00 Uhr

Mittwochs von 17.00 - 19.00 Uhr

Zanderstr. 22, Wohnung Nr. 3 (EG), 53177 Bonn


Flüchtlingshilfe der Ev. Gemeinden in Bad Godesberg

 

Das Bild veranschaulicht ehrenamtliche Initiativen, die im Laufe der letzten zwei Jahre in Anbindung an die ev. Kirchengemeinden in Bad Godesbergs gewachsen sind. Die Angebote werden zum größten Teil von Ehrenamtlichen getragen und geleitet und richten sich an geflüchtete Menschen in Bad Godesberg.

 

Aus den dargestellten Initiativen der Kirchengemeinden gehen darüber hinaus zahlreiche individuelle Unterstützungsleistungen durch Ehrenamtliche hervor, die so vielfältig und zahlreich sind, dass sie in diesem Schaubild nicht aufgeführt werden.

 

Bei Fragen setzen Sie sich gerne mit der Koordinatorin, Fr. Hübner-Fekiri, in Verbindung.


Sprachbegleiter gesucht!

Ein großes Anliegen Geflüchteter ist die Kontaktmöglichkeit und Vernetzung mit Deutsch-Muttersprachlern. Die meisten Flüchtlinge sind bereits gut in Sprachkursen untergekommen und auf dem Weg solide Grundkenntnisse der Deutschen Sprache zu erwerben. Außerhalb der Sprachkurse sprechen die Teilnehmer jedoch ihre Muttersprache und halten sich im Kreise ihrer Familien auf. Die Schüler wissen, dass sie Erlerntes im Alltag üben müssen. Oft fehlt ihnen der Mut und die Kontaktmöglichkeit dazu. Im Rahmen von Konversations- und Vernetzungsmöglichkeiten versucht die ev. Flüchtlingshilfe auf diesen Bedarf zu reagieren.

 

"Sprachbegleitung" findet so auf verschiedenen Ebenen statt.  Zum einen in Anbindung an einen bestehenden Kurs, der sich einmal pro Woche gemeinsam mit Lehrer und Sprachbegleiter als reines Konversationsangebot darstellt. Zum anderen kann eine Sprachbegleitung in einem individuell verhandelten Zeitfenster einmal pro Woche stattfinden.

 

Die ev. Flüchtlingshilfe sucht dringend nach mehr "Sprachbegleitern", die offen, neugierig und fließend in Deutsch sind und ein kleines Zeitfenster unter der Woche einrichten möchten, um einfache Dinge mit Schülerinnen und Schülern zu führen.


Begegnungscafé Riemenschneiderstraße

Das ehemalige Studentenwohnheim in der Riemenschneiderstraße wird seit ca. einem Jahr von Geflüchteten bewohnt. In Kooperation mit der Stadt Bonn haben ehrenamtliche Unterstützer der Flüchtlingshilfe Friesdorf den ehemaligen Partykeller der Studenten in Schuß gebracht, der Bewohnern, Ehrenamtlichen, Haus der Familie und Jugendamt als Raum der Begegnung dient. Neben einem freizeitpädagogischen Angebot und einer Spielgruppe für Eltern mit ihren Kindern finden dort ehrenamtliche Angebote statt, wie beispielsweise jeden Freitagnachmittag ein "Spielen und Sprechen" für Eltern mit ihren Kindern und jeden letzten Montag im Monat ein Begegnungscafé.

 

Das Begegnungscafé dient als Begegnungsstätte für Ehrenamtliche und Bewohner, um einfache Gespräche in Deutsch aufzubauen und Menschen zusammenzuführen. Die Organisatorinnen und Teilnehmer sorgen für ein Buffet und bieten Tische für vielfältige Interessen an. So gibt es z.B. einen Tisch für Erwachsene, die gerne Gesellschaftsspiele mögen, einen Tisch für Kinder, die gerne malen und basteln, einen Tisch für Bewohner und Unterstützer, die helfen Lebensläufe zu schreiben und einen Tisch für Unterstützer und Bewohner, die miteinander in Kontakt gebracht werden, um im Unterricht Erlerntes in Dialogen zu festigen.


Niedrigschwellige Frauenkurse der Ev. Flüchtlingshilfe Bad Godesberg

Wer ist aktiv?

An den Kursen nehmen ausschließlich Frauen mit Migrationshintergrund teil, auch die Kursleitungen sind Frauen. Dank der Unterstützung vom Haus der Familie und Känguruh e.V. konnten Spielgruppen für kleine Kinder, parallel zu den Kursen angeboten werden.

 

Für wen engagieren wir uns?

Wir engagieren uns für im Stadtbezirk lebende zugewanderte Frauen. Die Kurse sprechen insbesondere Frauen an, die bislang mit der kommunalen Integrationsförderung schwer zu erreichen sind. Dazu zählen geflüchtete Frauen, Frauen ohne abgeschlossene Berufs- oder Schulausbildung in Deutschland, insbesondere auch lernungewohnte Frauen.

Die Kursinhalte orientieren sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Frauen und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Die Kursleiterinnen haben eine eigene Einwanderungsgeschichte.

 

Was machen wir?

Niederschwellig heißt, dass die Teilnahme nicht an Vorbedingungen, wie  z.B. ein bestimmtes Sprachniveau geknüpft ist, die Unterstützung sich möglichst flexibel an den Bedürfnissen der Frauen orientiert und an vertrauten Orten angeboten wird.

Die Kurse nehmen eine Brückenfunktion wahr. Sie ebnen den Weg in die weitere Integrationsförderung, u. a. zu den Migrationsberatungsstellen. Sie machen die Teilnehmerinnen mit lokalen Angeboten vertraut, wie z.B. Sportvereinen, Frauen-, Mütter- oder Quartierstreffs.


Neue gemeinsame Aus- und Fortbildungsreihe der Flüchtlingshilfe Bad Godesberg


Verleihung des Marie-Kahle-Preises

Am Samstag, dem 17.02.2018, wurde im Haus der Geschichte der Marie-Kahle-Preis durch den evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel, den evangelischen Kirchenkreis Bonn, der evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn und das Diakonische Werk Bonn und Region verliehen.

 

Das sind die Preisträger....


Projekt "Keine Angst vor Deutsch - für geflüchtete Mütter mit ihren Kindern"

Seit Januar 2017 werden in den Räumen der OGS Paul-Klee-Schule im dritten Semester geflüchtete Mütter aus Bad Godesberg mit ihren Kindern sprachlich gefördert. In vier Kursen werden von montags bis Freitag Vormittags ca. 40 Frauen im Rahmen von Deutschkursen vom Haus der Familie der Thomas-Kirchengemeinde unterrichtet.

 

Parallel bietet die Ev. Erlöser-Kirchengemeinde eine Kinderbetreuung und das Haus der Familie und Känguru e.V. frühkindliche Sprachförderungsgruppen für die Kinder der Kursteilnehmerinnen an. Ehrenamtliche unterstützen insbesondere die Kinderbetreuung.

 

Ein großer Teil der geflüchteten Familien in Bonn lebt in Bad Godesberg. 700 Menschen befinden sich in städtischer Unterbringung (Stand Mai 2017) in Bad Godesberg. In etwa die gleiche Anzahl lebt bereits in privat angemieteten Wohnungen oder bei Freunden oder Verwandten. Darunter auch eine hohe Anzahl motivierter Mütter mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren. Kindergartenplätze und Integrationskurse in Bad Godesberg sind rar. Mit dem Projekt der ev. Flüchtlingshilfe "Keine Angst vor Deutsch" möchten wir Mütter mit ihren Kindern auf den Einstieg in einen  Integrationskurs und/oder in die Kindertageseinrichtung sprachlich vorbereiten.

Die Kursleitungen und ehrenamtlichen Unterstützerinnen machen Kinder und Mütter für verschiedene Alltagssituationen fit, in denen Grundkenntnisse der deutschen Sprache gefordert sind (Schule, Kindergarten, Einkauf, Behörden, Ärzte etc.).